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ETF-INVESTMENT

Sell audio? NFT wird auch den Audiomarkt revolutionieren.

Was haben Jack Dorsey, Beeple und Kings of Leon gemeinsam? Sie alle handeln mit sogenannten Non-Fungible Tokens (NFTs) und konnten für ihre rein digitalen Produkte so bereits mehrere Millionen Dollar einsammeln.

NFTS sind ähnlich wie z.B. Bitcoin auch verschlüsselte (=crypto) Tokens, allerdings mit dem entscheidenden Unterschied, dass sie unveränderbar und somit vollkommen einzigartig sind. Damit lassen sich nun für alle (!) erdenklichen, digitalen Güter einwandfrei die exakten Urheberrechte zuweisen. Ein NFT repräsentiert dabei stets einen konkreten Wert. Wenn man also den digitalen ersten Tweet kauft, erwirbt man den dazugehörigen Token der genau diesen repräsentiert und damit auch die genauen Besitzrechte klarstellt.

Zurück in die alte Welt - Twitter-Gründer Jack Dorsey konnte somit eine digitale Version seines ersten Tweets für 2,9 Millionen Dollar verkaufen. Der Künstler Beeple verkauft eines seiner digitaler Bilder mit dem Titel „Everydays – The First 5000 Days“ als NFT sogar für umgerechnet 69 Millionen Dollar und auch die Band Kings of Leon hat als einer der ersten ihr Album “When You See Yourself” ebenfalls als NFT herausgebracht. Diese neue Technologie ist dabei längst nicht nur (amerikanischen) Prominenten vorbehalten - so verkaufte im deutschsprachigen Raum Fynn Kliemann verkaufte bereits eigene, limitierte Melodien über NFTs. Letztendlich kann auf Plattformen wie OpenSea oder Rarible wirklich jeder seine eigenen Kreationen als NFT verkaufen.

Ein Coin sie zu knechten.

Besonders die Nachfrage nach der Verbindung von Audioinhalten und Blockchain-Technologie scheint dabei enorm vielversprechend, so dass es neben der reinen Zuweisung der einzigartigen Urheberrechte nun schon weitere Cryptoprojekte gibt, die die gesamte Musikindustrie revolutionieren könnten.

Die Streaming-Plattform “Audius” will mit der Blockchain-Technologie vor allem die Transparenz zwischen den Stakeholdern der Branche erhöhen, indem sie die Zahl der Zwischenhändler in der gesamten Musiklieferkette verringert. Die Artists können so ihre Musik über die plattformeigene Währung in direktem Kontakt mit ihren Fans monetarisieren - frei nach dem Motto: F**k the Labels! Diese dezentrale Demokratisierung von Bezahlmodellen hat das Potential, nicht nur die gesamte Musikindustrie, sondern auch jegliche Form digitaler Kreativität zu revolutionieren.

Es wird 🔥 für die Ohren!

Dabei muss es längst nicht nur um klassische Kunst oder Musik gehen. Durch die einfachen, fairen und direkten Monetarisierungsmöglichkeiten sind NFTs und andere Cryptos auch für den weniger professionellen “Creator-Markt” interessant.

Gerade im Bereich Social Audio entstehen gerade immer neue hochwertige Contentformate, in die Amateure- und Semiprofessionelle Storyteller (z.B. Clubhouse, Dive oder audienz.app) viel Zeit und Liebe stecken und somit alternative Bezahlmodelle in Form von tokenisierten micro-donations o.Ä. für alle Beteiligten zukunftsweisend wären.

Auf visueller Ebene wurden ähnliche Micro-Payment-Modelle längst erfolgreich umgesetzt. Hier dominieren bisher aber neben Gaming (Twitch.tv) vor allem Erotikangebote (OnlyFans; Chaturbate). Da wundert es wenig, das auch die Pornoindustrie in gewohnter Manier voranschreitet und sich bereits aktiv auch mit NFTs beschäftigt, um den vorhandenen Videocontent zeitgemäß, sicher und einfach zu monetarisieren (immerhin konnte man bereits 2018 auf Pornhub mit Kryptowährungen bezahlen).

Als Co-Founderin einer Social Voice Plattform (www.audienz.app), auf der es um die Themen Liebe, Sex & Beziehung geht, beobachte ich diese Entwicklungen natürlich sehr genau. Trotz unserer frühphasigen Entwicklung wird das Thema Monetarisierung immer relevanter - und dank NFTs nun für uns und unsere 🔥 Voices auch noch ein gutes Stückchen greifbarer.