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ETF-INVESTMENT

Was ist ein ETF?

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Du hast keine Lust mehr dein Geld auf einem Girokonto mit geringem Zinssatz (oder deinem Sparschwein) zu lassen. Du denkst also daran Geld anzulegen, aber welche Optionen stehen dir zur Verfügung?

Du kannst dich, zum Beispiel, entscheiden eine gewisse Aktie zu kaufen, z.B. eine Tesla Aktie. Es kann gut sein, dass der Aktienkurs sich gut entwickelt, also der Preis von deiner Aktie ist gestiegen und du kannst einen Profit beim Verkauf rausholen. Dies gesagt, der Preis kann auch in die andere Richtung gehen, und du machst einen Verlust. Aktien, verglichen mit Wertpapieren, geben im Durchschnitt eine bessere Leistung zurück, aber deswegen ist das Risiko den man eingeht, ebenfalls höher. Man soll sich also besser sicher sein, dass wenn man eine reine Aktie kauft auch einen guten Grund dafür hat (z.B. Finanzberichte analysiert) und nicht nur reinspekuliert.

Aufgrund einer berechtigten Vorsicht zur aktiven Anlage (z.B. gezielt eine Aktie kaufen, um den Markt probieren zu schlagen) ist in den letzten Jahren die Popularität von sogenannten ETFs stark gestiegen. Dir kommt der Name wahrscheinlich bekannt vor, aber was ist es eigentlich, und warum eignen sich ETFs gut für Anleger, die langfristig investieren möchten?

1. ETFs haben starken Rückenwind

ETF’s, kurz stehend für Exchange Traded Funds, sind Börsengehandelte Indexfonds.

ETF‘s bilden die Wertentwicklung eines jeweiligen Indexes ab, wie zum Beispiel den S&P 500 oder den DAX®. Über sie kann man kostengünstig in gesamte Märkte investieren und es stehen neben Aktien die verschiedensten Anlageklassen, wie Anleihen oder Rohstoffe, zur Verfügung. ETF‘s bieten Dir also die Möglichkeit, über ein Produkt, ein Maximum an Diversifikation (i.e. dein Risiko verteilen) zu erhalten. Um unser Beispiel von vorhin weiterzuführen, anstatt eine Tesla Aktie zu kaufen, würdest du ein NASDAQ-100 ETF kaufen, damit du nicht nur an Tesla ausgesetzt bist, sondern auch anderen 99 US Tech-Aktien (z.B. Netflix, Apple). Im Falle wo die Tesla-Aktie 10% fallen würde, würde der Wert deiner Anlage um weniger stürzen da es von der Leistung anderer 99 Aktien ebenfalls abhängig ist.

Die ersten ETF’s entstanden im Jahr 1996 und haben seitdem enorm an Popularität zugenommen. Jahr für Jahr wächst der Markt immer weiter, im Jahr 2003 gab es grade einmal 276 ETF’s, im Jahr 2018 sind es bereits 6,478. Weltweit sind rund $5 Trillionen in diesen ETF’s angelet, mit dem größten Anteil in den Vereinigten Staaten. Mit so vielen ETF’s steigt natürlich auch die Produktvielfalt, die einem Kunden zu Verfügung stehen. Ein anderer positiver Effekt ist, dass durch Verbreiterung von ETFs die Kosten wesentlich gesunken sind.

ETF Wachstum

2. Aber warum ist ein ETF eigentlich so billig?

Es gibt verschiedene Gründe, warum ETF’s so niedrige laufende Kosten haben. Zum einen tracken ETF’s ausschließlich eine Benchmark, dadurch sind natürlich die Betriebskosten, die z. B. für Research Personal, Analysten und Buchhalter ausgegeben werden, erheblich niedriger als z.B. bei einem Anlagefond. Dazu ist der Emittent nicht in jede Transaktion involviert. Man kann es sich wie bei Tesla vorstellen, diese sind auch nicht involviert, wenn ihre Aktien gekauft oder verkauft werden, genauso wenig ist der ETF-Herausgeber in diesen Prozess verwickelt. Ein weiterer Faktor für den günstigen Preis, ist die Tatsache, dass sie an der Börse gehandelt werden, dadurch fallen natürlich auch viele Betriebskosten weg, die normalerweise von einem regulären Anlagefond getragen werden müssen.

3. Gibt es wichtige Unterschiede auf die ich achten soll?

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, wie ein ETF einen Index abbilden kann. Zum einen kann er durch eine physische Abbildung alle enthaltenen Werte tatsächlich kaufen. Zum anderen gibt es die synthetisch replizierenden ETF’s, sogenannte Swap-ETF’s, hier erfolgt die Index-Nachbildung über ein Tauschgeschäft. Dabei schließt der ETF einen Vertrag mit einem anderen Finanzinstitut ab, das sich dazu verpflichtet im Tausch gegen eine Gebühr die Indexrendite zu liefern. Der synthetische ETF muss nicht zwangsweise dieselben Titel wie der nachgebildete Index enthalten, beispielsweise kann ein ETF auf Amerikanische Titel im Sicherheiten-Portfolio auch europäische Titel enthalten, aus diesem Grund werden sie meistens bei sehr breiten und illiquiden Märkten benutzt, um diese effizienter und besser abzubilden. Wobei man sagen muss, dass der Markt für synthetische ETF’s in den letzten Jahren enorm rückläufig war. Dies liegt an dem verbundenen Risiko das Finanzinstitut im Falle wo es seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Deshalb verwenden die meisten Emittenten inzwischen die physische Replikation.

4. Ok und was jetzt?

Zusammengefasst sind ETF’s die beste Möglichkeit, über ein Produkt in ganze Märkte zu investieren, sich breit zu diversifizieren und ohne viel Aufwand eine schöne Rendite zu erwirtschaften. Sie sind sehr kostengünstig, werden an der Börse gehandelt und sind sehr transparent bezüglich Kosten und Allokation. Leider gewinnen diese Produkte immer weiter an Komplexität, was es schwierig macht den Überblick über all die Produktvielfalt zu behalten.
Somit ist es jedem geraten, der sich nicht ausgiebig mit den Produkten auskennt, sich intensiv mit diesem Thema zu beschäftigen (aber dies kann zeitaufwendig sein) oder einen Berater aussuchen (physisch-aber teuer, oder digital über eine App).
Du bist Neuanleger und möchtest wissen welche ETF’s am besten deinem Risikoprofile liegen, dann kannst du gerne bei uns vorbeischauen und unsere kostenlose App ausprobieren. In 3 Minuten helfen wir dir selbstständig und unabhängig Geld anzulegen. Und wenn du noch nicht dazu bereit bist, dann schau dich doch gerne weiter in unserem blog um 😊

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