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ETF-INVESTMENT

4 Dinge, die ich von meinem Hund in Bezug auf das Investieren gelernt habe

Als ich letztens im Park unterwegs war und mit ein paar Hunde entgegengelaufen sind, ging das Brainstorming los. Für mich sind diese Tiere in vielen Bereichen des Lebens absolute Vorbilder. Warum also nicht auch beim Investieren?

Here you go. Das sind vier Dinge, die wir vom besten Freund des Menschen lernen können.

Bleib deiner Anlagestrategie treu

Hunde sind die treusten Begleiter, die wir uns nur wünschen können. Egal was passiert, sie lassen uns nicht im Stich. Diese Art von Treue solltest du auch auf deine Geldanlage übertragen. Mache dir deine Anlageziele zum Start bewusst, wähle die passende Anlagestrategie aus und bleib ihr treu. Ständiges Hin-und-Her kostet dich nicht nur viele Nerven, sondern auch viele Transaktionskosten, die an deiner Rendite zerren. Zahlreiche Studien (zuletzt von der Wharton School of Finance, 2019) zeigen, dass passive Anlagestrategien aktiven Fondsmanagern auf lange Sicht immer überlegen waren.

Warum also versuchen den Markt zu schlagen, wenn du dir ganz gemütlich ein breit gestreutes ETF-Portfolio aufbauen kannst?

2. Verlier' niemals den Spaß am Investieren

Schon mal einen Hund beim Spielen beobachtet? Es gibt wenig Unterhaltsameres. Das mag jetzt zwar bei einem Thema wie Geldanlage, ETFs und Altersvorsorge ein wenig komisch klingen aber - hab Spaß beim Investieren. Tausch dich mit Freunden aus, macht gemeinsam Challenges. Hier ein paar Beispiele:

  • Wer hat im Monat die höchste Sparquote?
  • Wer findet den besten MSCI-World-ETF?
  • Wem gelingt die beste Diversifikation?
  • Wer erreicht als Erstes seine Anlageziele?

Wenn man das Thema mit Gamification unter Freunden, Bekannten oder Kollegen verknüpft, dann erhält das ganze Thema einen ganz anderen Charakter. Natürlich solltest du Geldanlage immer ernst nehmen und keine Rendite-Wetten eingehen, bei der du große Risiken eingehst. Aber ein wenig Spaß sollte sein.

3. Sei neugierig und lerne immer dazu

Hunde sind unglaublich neugierig. Ihre Neugierde kennt wenige Grenzen - eine Charaktereigenschaft, die wir uns als Investoren unbedingt abschauen sollten. Was ich zu Uni-Zeiten gemacht habe, war es mich mit Freunden einmal im Monat zu treffen und miteinander auszutauschen. Das geht in Zeiten von Slack und Co. heute natürlich auch deutlich effizienter und virtuell, das Prinzip ist jedoch das gleiche.

Du kannst dich auf der einen Seite im Selbststudium stetig weiterbilden. Auf der anderen Seite kannst du dich innerhalb einer Community zu bestimmten Themen beratschlagen und voneinander profitieren. Nutzt diese Netzwerkeffekte und teilt eure Erfahrungen. Finanzen sind - entgegen der Meinung vieler - KEIN Tabu-Thema. Fortschritt entsteht durch Austausch, nicht durch Isolation.

4. Höre nur auf die Menschen, denen du auch wirklich vertraust

Wusstest du, dass ca. 90% der Entscheidungen an der Börse rein psychologischer Natur sind. Herdentrieb, Angst und Gier motivieren Menschen zu Handlungen, welche die Mehrheit ein paar Jahre später bitter bereuen werden. Aus einer verhaltensökonomischen Sicht ergeben diese Beobachtungen Sinn: Wir reagieren deutlich sensibler auf negative als auf positive News. Der mediale Lärm und die Meinungen sogenannter “Crash-Propheten” führt uns ständig in die Verführung falsche Entscheidungen zu treffen.

Es ist wie beim Flugzeug-Fliegen. Deutlich mehr Menschen haben Angst vor dem Flug als mit dem Auto zu reisen - dabei ist letzteres deutlich sicherer. Von Auto-Unfällen wird jedoch selten berichtet, zumindest nicht in einer vergleichbaren Intensität wie es bei einem Flugzeugabsturz der Fall ist. Der mediale Lärm führt dazu, dass wir die Wahrscheinlichkeit für einen Absturz deutlich überschätzen und genau so ist es auch an der Börse. Wer breit gestreut und langfristig am Ball bleibt, geht nur minimales Risiko ein. Das größte Risiko besteht in dem Geld, was 42% der Deutschen zinslos auf dem Sparkonto parken (abgesehen vom Notgroschen).

Was lernen wir daraus? Bilde dich weiter, hinterfrage andere Meinungen und triff selbstbestimmte Entscheidungen - dein Hund hört nicht auf jeden, nur auf Menschen, denen er vertraut und von denen er weiß, dass sie das Beste für ihn wollen. Crash-Propheten wollen am Ende des Tages nur eigene Produkte verkaufen, tu ihnen den Gefallen nicht.

Bis bald,
Euer Carlos von Beyondsaving