Zurück
ETF-INVESTMENT

Finance is female #2

Von 784,68 € auf dem Girokonto zum ersten Investment: meine ersten Steps

✨ von finance, baby!

Wir schreiben das Jahr 2020. Es ist April und ich, Denise, 24, sitze in meiner kleinen Altbaubude im Stuttgarter Süden. Mein Kontostand beträgt 784,68 € und in meinem Schrank liegen noch ein paar Goldmünzen, die ich, wenn alles glatt läuft, für 1.200 € loswerde. Mehr ist nicht drin.

Plötzlich wurde mir bewusst: ich muss handeln. Jetzt sofort. Welche Schritte ich auf meinem ganz persönlichen Weg gegangen bin, erzähle ich Euch hier.


Die Corona Pandemie hat unser Denken und Verhalten nachhaltig verändert. Für mich war der erste Lockdown in 2020 die erste Wirtschaftskrise, die ich aktiv miterlebt habe und die mir Angst gemacht hat, weil ich in diesem Moment verstanden habe, dass mein Einkommen in Form eines Arbeitslohns total unsicher ist und ich mich nicht ausschließlich darauf verlassen sollte und kann. Durch einen Arbeitskollegen wurde ich dann erstmals auf den richtigen Weg gebracht: “Ich glaube, Du solltest darüber nachdenken, Dein Geld anzulegen und für Dich arbeiten zu lassen.” Das klang für mich zunächst total plausibel - aber leider auch total kompliziert. Von dieser Erkenntnis aus die ersten Schritte zu gehen erforderte vor allem eines: Mut. Denn ich musste meine Komfortzone verlassen und Schritte gehen, die ich noch nie zuvor gegangen war - vor allem nicht alleine.

Wenn Du vielleicht gerade die Entscheidung getroffen hast, zu investieren und Dein Geld für Dich arbeiten zu lassen, Du aber noch ein wenig Mut brauchst, dann zeige ich Dir hier die 3 Steps, die ich nach meinem ersten Moment der Panik in Vorbereitung auf mein erstes Investment direkt durchgeführt habe:

1. Let’s talk about money! Ich habe angefangen, mit meinen FreundInnen über Geld zu sprechen.

Wir sprechen nicht gern über Geld. Und wir alle wissen, warum Voldemort so viel Macht hatte. Weil wir Angst vor den Dingen haben, die wir nicht offen thematisieren. Deshalb war mein erster Schritt, mit meinen engsten FreundInnen über Geld zu sprechen. Einige Fragen, die ich gestellt habe waren: Wie viel verdient ihr eigentlich? Investiert ihr Euer Geld? Und wenn ja, wie und wo? Wie teilt ihr Eure Konten auf und warum?
Als ich meine Engsten abgegrast hatte, habe ich auch mit weiteren Bekannten über diese Themen gesprochen. Zu meiner Überraschung fiel in jedem de Gespräche dasselbe Wort: Erleichterung. Denn alle meine GesprächspartnerInnen waren froh, dass sie endlich jemanden gefunden hatten, der mit ihnen über das Tabuthema spricht und mit dem sie ihre Erfahrungen und vor allem auch Fragen teilen konnten. Was ich daraus gelernt habe: Offenheit zahlt sich aus - auch, wenn wir dafür ein wenig Überwindung brauchen.

2. Zeit, der Wahrheit ins Auge zu blicken: mach einen Kassensturz!

Im zweiten Schritt habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wo ich gerade stehe und was ich eigentlich erreichen will. Mach Dir deshalb zunächst ein Bild von Deiner aktuellen Situation. Das bedeutet: Kassensturz, bevor Du überhaupt einen Cent investierst! Ein anfänglicher Überblick ist das wichtigste überhaupt. Wie viel kommt monatlich rein? Wie viel hast Du schon auf der Seite? Wie viel geht monatlich wieder ab? Gibt es Kosten, die jährlich auf Dich zukommen? Nur, wenn Du einen genauen Überblick über Deine finanzielle Situation hast, kannst Du eine realistische monatliche Sparrate bestimmen, die Du dann investieren kannst.

Ich wusste lange nicht wie viel Geld ich tatsächlich monatlich zur Verfügung habe. Ich habe 200 € auf mein Tagesgeldkonto überwiesen, um diesen Betrag zu sparen, und zwei Tage später das Geld zurückgeholt, weil ich mir Dinge gekauft habe, die nicht im Budget waren.
Ich weiß, dass das eine Aufgabe ist, die wir gerne überspringen, weil sie einfach keinen Spaß macht. Aber je genauer der Überblick, desto besser ist das Ergebnis am Ende. Also: nimm Dir 60 Minuten Zeit, check Deine Kontoauszüge der letzten Monate und erstelle Dir einen Überblick. Wenn Du keine Lust hast, das allein zu tun, dann findest Du hier Unterstützung.

3. Goals, goals, goals! Ich habe mein Zielbild definiert.

Im nächsten Schritt heißt es: goals, baby! Dream big. Etwas ohne Ziel zu machen geht meist nicht gut. Warum? Weil die Motivation fehlt und weil man sich ohne Ziel keinen konkreten Plan machen kann. Deshalb starten wir im nächsten Schritt mit Deiner persönlichen Zielsetzung, um uns dann finally an Deine Finanzplanung zu machen.

Schreibe Deine Wünsche und Deine Ziele auf. Was ist die Vision von Deinem Leben? Was wünscht Du Dir? Eine Familie? Eine eigene Wohnung oder ein Haus? Reisen zu gehen, so viel es geht?

Wo siehst Du Dich in fünf, zehn oder auch zwanzig Jahren? Was ist Dir wichtig? Natürlich ist es schwer diese Fragen zu beantworten, aber es lohnt sich, darüber nachzudenken. Du darfst groß träumen!


Wenn Du Dir über diese Ziele klargeworden bist, dann gilt es jetzt, sie messbar zu machen und mit Zahlen zu versehen. Hierfür könntest Du etwas mehr Zeit benötigen, da Du ggf. recherchieren musst, wie viel Geld Du für die Anzahlung Deiner Immobilie benötigst oder welchen Betrag zu zum Renteneintritt oder für die Anzahlung einer Immobilie angespart haben möchtest.

4. Nach WAS kommt WIE: Deine Investmentstrategie

Wenn Du Deine Ziele gesetzt hast, dann ist es jetzt an der Zeit darüber nachzudenken, wie Du sie erreichen kannst. Wichtig hierbei ist, dass Deine Investmentstrategie etwas sehr persönliches ist. Du kannst Dir immer Inspiration bei anderen AnlegerInnen holen und Dich über verschiedenste Strategien informieren - Du solltest jedoch immer gegenchecken, ob diese Strategie mit Deinen Werten übereinstimmt.

Wenn Du über Deine Investmentstrategie nachdenkst, kannst Du Dir folgende Fragen stellen:

Wie viel Risiko kann ich aushalten? Wie viel Zeit kann und möchte ich aufwenden? Wie lange möchte ich mein Geld anlegen? Welche Anlageklassen kommen für mich in Frage?

Wenn Du Dir diese Fragen stellst, kommst Du Schritt für Schritt näher an die für Dich passende Anlagestrategie - denn am Ende ist es wichtig, dass Du Dich mit Deinen Investments wohlfühlst.

Als letzten Step in diesem Artikel, aber als wohl wichtigsten Schritt für Deine finanzielle Zukunft kann ich Dir folgendes mitgeben: start before you’re ready! Ich habe ein Depot eröffnet und direkt losgelegt - auch, wenn ich Angst hatte etwas falsch zu machen. Ein Depot zu eröffnen bringt Dich einen Schritt näher an Dein Ziel. Und so schwer ist es nicht - bei getquin kannst Du hier ebenfalls super easy zwischen verschiedenen Anbietern wählen und Dir dann Dein Depot eröffnen. Step by step. You’ve got this!