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ETF-INVESTMENT

Coinbase IPO: Alles was Du zum Börsenstart wissen musst!

Am heutigen Mittwoch, den 14. April, steht der vielleicht größte Börsengang des Jahres an: Coinbase geht via Direct Listing in New York an die Börse.

Coinbase ist nach den chinesischen Konkurrenten Binance und Huobi Global die größte Plattform für den Handel mit Kryptowährungen. Viele sehen in dem Börsengang einen weiteren Schritt zur breiteren Akzeptanz von Bitcoin & Co. als neue Assetklasse.


Der Börsengang kommt genau zur richtigen Zeit: Getragen von dem Hype um die Kryptos, hat Coinbase sehr beeindruckende Ergebnisse für das 1. Quartal diesen Jahres präsentiert. Allein in den ersten Monaten des Jahres konnte das Unternehmen seine Nutzerzahl um 13 Millionen von 43 Millionen auf nun mehr als 56 Millionen Kunden steigern.

Noch beeindruckender ist ein Blick auf den Umsatz im 1. Quartal: Mit 1,8 Milliarden Dollar hat Coinbase bereits jetzt mehr Umsatz erzielt als im kompletten letzten Jahr!

Treiber ist dabei nicht nur die Masse an Neukunden, sondern auch das wachsende Interesse von institutionellen Anlegern, die sich den Kryptowährungen öffnen. Zu den bekanntesten Fürsprechern zählen beispielsweise Tesla und PayPal, die mittlerweile sogar Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren.    

Die Bewertung von Coinbase soll beim Direct Listing über 100 Milliarden Dollar betragen und als Ticker wurde sich das Kürzel "COIN" gesichert. Bei der Finanzierungsrunde Ende 2018 lag die Bewertung noch bei 8 Milliarden Dollar.  

Bewertung von Coinbase in Millionen US-Dollar (Quelle: Coindesk)

Wie verdient Coinbase Geld?

Die Plattform generiert den Großteil ihres Umsatzes über Transaktionsgebühren und den Spread, also der Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis.

Je nach Standort und Transaktionsvolumen variieren die Gebühren, im Durchschnitt werden etwa 0,5% an Provisionen verlangt.  

Coinbase profitiert zum einen von den vielen neuen Krypto-Tradern auf dem Markt, außerdem aber auch von Großkonzernen, die immer öfter ihre liquiden Mittel in Bitcoin oder andere Kryptowährungen investieren.

So lief zum Beispiel der Bitcoinkauf im Wert von rund 1,5 Milliarden Dollar von Tesla über Coinbase ab.

Welche Risiken bestehen?

Die Begeisterung für Kryptos vor allem seit dem letzten Jahr ist der Konkurrenz natürlich nicht entgangen. Deswegen nimmt der Wettbewerb immer mehr an Fahrt auf und es etablieren sich neue Player, die niedrigere Gebühren verlangen.

Auch Wertpapierbörsen wie die Börse Stuttgart drängen in den Markt und haben zum Beispiel hier in Deutschland den Vorteil, näher am Kunden zu sein. Momentan ist das Angebot von “Bison” noch auf 5 Kryptowährungen reduziert, sollten sie ihr Angebot erweitern können, könnten sie aber zu einem noch stärkeren Konkurrenten für Coinbase zumindest auf dem deutschen Markt werden.

Außerdem steht der Kryptomarkt immer mehr im Fokus der Behörden. Möglicherweise stehen zukünftig strengere Regulierungen an, die Coinbase hindern könnten.

Neben den Unternehmensrisiken besteht auch noch die Gefahr, dass der Kryptomarkt nicht die von den Fans erhoffte Entwicklung nimmt, sondern der Kurs abstürzt und Investoren ihr Geld lieber anderweitig anlegen. Endet der Krypto-Hype, fällt damit auch die Coinbase-Plattform.  


Mehr über Bitcoin erfahrt Ihr hier in einem weiteren Artikel oder checkt hier wie sich der Bitcoin Kurs entwickelt.